Signe Theill Künstlerin - Kuratorin
Gulliver Dreaming Gulliver Dreaming Gulliver Dreaming

Gulliver Dreaming

Berlin - Bahnhof Potsdamer Platz; eine junge Frau sucht einen Platz zum Verweilen - sie scheint an diesem Ort des Durchgangs gestrandet. Sie ist eingetroffen, aber offensichtlich noch nicht angekommen. Der unruhige Schlaf, den sie auf einer Bank zu finden sucht, wird durchbrochen von ihren Träumen, in denen sie geheimnisvollen Stimmen folgt und Maschinen begegnet, die ihr Rätsel aufgeben. Die Automaten kommunizieren mit ihr - ein temperamentvoller Tango mit zwei Telefonen, ein furioses Solo, in dem sie selber zum Klangkörper wird - die surreale Dunkelheit eines Schließfaches; dazwischen träumt sie von Begegnungen mit Menschen. Diese aber eilen an ihr vorbei und hinterlassen nichts als eine flüchtige Spur. Was bleibt ist die stahlgraue Umgebung des Bahnhofs und die Stimmen, die sie in ihrem Traum begleiten.

Die Tänzerin und Choreografin Shannon Cooney setzt das Thema - die Auseinandersetzung mit einer von Automaten bestimmten Umgebung; heiter und spielerisch um, der tänzerische Part des Videos wurde von ihr in freier Improvisation entwickelt. Die Komposition des Musikers Frieder Butzmann nimmt die tänzerische Bewegung minutiös auf und ergänzt sie kongenial.

Idee/Regie: Signe Theill
Tanz: Shannon Cooney
Musik: Frieder Butzmann
Kamera/Schnitt: Walter Gramming
Kostüm: Heather MacCrimmon
Produktion: Europäisches Zentrum der Künste, HELLERAU 2008
Video, 15:39 min.